Wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen des Leibniz-Applikationslabors „Ultrapräzisions-Oberflächenbearbeitung mit atomaren Teilchenstrahlen“, Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. (IOM)

Foto: Leibniz IOM

 

Das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. (IOM) hat weltweit eine Spitzenposition in Forschung und Entwicklung  auf dem Gebiet der Ultrapräzisions-Oberflä­chenbearbeitung mit Ionen- und Plasmastrahlen, einem Spezialgebiet der Nanotechnologie.

Auf dem Hauptanwendungsfeld dieser Technologien, der Bearbeitung von Hochleistungsoptiken, arbeitet das IOM mit zahlreichen Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung sowie der Industrie projektbezogen zusammen. In der Industrie sind es vor allem die Entwickler und Produzenten von Fotolithografie-Ausrüstungen für die Halbleiterfertigung. Zunehmend findet diese Technologie auch in der optischen Industrie Anwendung.

2012 hat das IOM ein Leibniz-Applikationslabor „Ultrapräzisions-Oberflächenbearbeitung mit atomaren Teilchenstrahlen“ als Verwertungsstruktur für  Ultrapräzisions-Oberflächenbearbeitung gegründet. Dieses Applikationslabor bildet eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um vorhandene wissenschaftliche Ergebnisse des IOM auf diesem Gebiet noch intensiver für die regionale und überregionale Wirtschaft nutzbar zu machen und die Unternehmen durch Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu stärken.

Am Ende der 3jährigen Förderung dieser gezielten Verwertungsinitiative durch die Stiftung zieht das IOM eine positive Bilanz: Die am Institut entwickelten Technologien konnten am Markt sichtbar platziert und ihre Anwendungsrelevanz durch vielfältige und umfangreiche F&E-Aufträge nachgewiesen werden. Darüber hinaus wurde über die Kontakte des Applikationslabors zu potentiellen Technologieanwendern eine bedarfsgerechte Forschung und Entwicklung gesichert und entsprechende Mittel dafür akquiriert.

Diese Verwertungsinitiative des IOM wird auch über die Förderperiode hinaus weitergeführt und ausgebaut. Noch 2015 konnte das BMBF-geförderte Projekt „Innoprofile-Transfer“ anschließen, mit dem eine Stiftungsprofessur für „Ultrapräzisionsbearbeitung von Oberflächen mit Ionen und Plasmen“ verbunden ist, dessen Stiftern regionale und überregionale Unternehmen sind. Mit diesem Projekt sind auch die personellen und strukturellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterführung der Aktivitäten des Applikationslabors, vor allem die Kooperation mit Unternehmen, gegeben.

Aktuell entsteht am IOM ein „Applikationszentrum“, das noch 2016 seine Arbeit aufnehmen soll.

 

Unsere Förderung

Die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer fördert den Technologietransfer in der Startphase für drei Jahre - ab Januar 2012 bis Dezember 2014.

Weitere Informationen zum Applikationslabor unter www.iom-leipzig.de oder thomas.arnold@iom-leipzig.de